Grundsteinlegung Kinderkrippe Mittelbiel

Für Eltern ist es momentan nicht einfach einen Kita- oder gar Krippenplatz für ihre Kinder zu finden. Durch die wachsende Nachfrage kann das Angebot längst nicht mehr gedeckt werden. Aufgrund dessen wird in den Rathäusern nach Möglichkeiten gesucht, um das Angebot für Kinder und Eltern auszuweiten. Am vergangenen Dienstag wurde der Grundstein für eine neue Kinderkrippe in Solms gelegt, doch auch dieser Neubau mit maximal 36 Plätzen verteilt auf 3 Gruppen für unter 3-jährige deckt nicht den Bedarf. Die für 1,7 Millionen Euro neu errichtete eingeschossige Kinderkrippe wird eine Querfläche von 620 Quadratmeter aufweisen und die jeweiligen Gruppenräume sollen eine Fläche von jeweils 56 Quadratmeter aufweisen. Bei strahlendem Sonnenschein hatte Bürgermeister Frank Inderthal (SPD) Mandatsträger sowie Mitarbeiter der Verwaltung, des Planungsbüros und der Baufirma zur symbolischen Grundsteinlegung auf die Baustelle in der Heinrich-Baumann-Straße in Mittelbiel eingeladen. Frank Inderthal betonte: „Wir legen hier heute einen Grundstein im doppelten Sinn: Den eigentlichen Grundstein und einen Grundstein für Bildung“.

Die Stadt Solms investierte in der Vergangenheit bereits viel Geld für Bildung und Betreuung. Der Neubau der Kinderkrippe in Mittelbiel ist ein weiterer Zukunftsschritt hinsichtlich Kinderbetreuung in Solms, da bereits nahezu alle Plätze an den Kita-Standorten belegt sind. An den Standorten Burgsolms, Oberbiel und Albshausen hat man bereits Anbau- und Umbaumaßnahmen getätigt und dadurch den Waldkindergarten und eine Waldgruppe mit tatkräftiger Unterstützung von Projektleiterin Tanja Schobel ins Leben gerufen. Durch die ständige Überlastung stellte Inderthal fest: „Da wird uns noch mehr einfallen müssen“. Auch im Hinblick auf die Kostenentwicklung der Kinderbetreuung wird man sich grundsätzlich etwas einfallen lassen müssen. Die Investitionshöhe von 1,4 Millionen wurde in den Haushalten 2018 und 2019 für die Kinderkrippe eingeplant und stieg bislang auf 1,7 Millionen Euro an. Erfreut stellte der Bürgermeister fest, dass drei Viertel der Gewerke den angesetzten Kostenrahmen einhalten würden. „Allerdings zeigt die Erfahrung, dass der ein oder andere Euro da immer noch mal hinzukommt“, berichtete Inderthal.

Die Kinderkrippe und das zukünftige Seniorenzentrum sollen über ein gemeinsames Blockheizkraftwerk angeschlossen werden. Bis der Bau des Seniorenzentrums abgeschlossen ist, wird das Gebäude der Kinderkrippe mit einer Gas-Brennwert-Therme beheizt. Die derzeitige Berechnung enthält 350.000€ für Personal- und Betriebskosten. „Das entspricht im Grunde genau einer Anhebung der Grundsteuer B von 100 Prozent. Damit wären die Kosten gedeckt“, informierte Inderthal. Zwar werden Land und Eltern die Kosten tragen, dennoch bleiben 180.000 Euro übrig, die aus dem städtischen Haushalt kommen. „Aber nochmal, das ist gut angelegtes Geld“, betonte Inderthal. Schließlich erläutert der Bürgermeister: „Das Gesamtkunstwerk Mittelbiel nimmt Form an“. Die Fertigstellung soll im Januar 2020 erfolgen. Die andauernde Lücke zwischen Ärztehaus und Krippe werde demnächst geschlossen, sobald der Bau des Seniorenheims starte.

Der symbolische Grundstein wurde mit einem Zylinder gelegt. Dessen Inhalt besteht aus: eine WNZ, einen Satz Münzen, die Beschlussvorlage und die Baupläne. (v.l.) erster Stadtrat Jörg Leidecker, Tanja Schobel (Stadt Solms), Bürgermeister Frank Inderthal, Stadtverordnetenvorsteher Dieter Hagner und Thorsten Müller vom Planungsbüro.


Stadt Solms, 12.03.2019